Skyes

I WITNESS

Iris Light

Martin Stovey von Elixir hat sich hier ausgetobt und ein nettes Stück geschmackssicherer Loungeelektronik vorgelegt, das ganz nebenbei Sounds miteinander versöhnt, die in Wien als unvereinbar gelten: Alte soulige Samples (»Lore & Disorder«), Loungefeeling mit elektronischer Tüftlerei und Soundexperimente. Schon die erste Nummer »Let My Mind Wander« kann als programmatisch für das ganze Album gelten: Entspannte Downtempo-Rhythmen, lustige elektronische Xylophonmelodiefetzen, dazu driften Violinen – das klingt weder fad noch beliebig und auch nicht überzogen anspruchsvoll. Hier schafft jemand den Spagat zwischen E- und U-Elektronik. Klassische Klangfarben definieren den Sound ebenfalls, und dazwischen wird (zur Auflockerung) eine Nummer im Easy Listening-Sixties-Style eingestreut und »Paper« genannt. Man könnte dieser Platte nur vorwerfen, dass sie deshalb produziert wurde, um in Gilles Petersons Worldwide gespielt zu werden.