Low 500

»High Commissioner«

Hazelwood Records

Low 500, das sind fünf durchgestylte Menschen, Mittzwanziger würde ich mal meinen, und das Problem ist, dass in der Summe des Auftretens so viel Stylishness durchscheint, dass zumindest ich fürs erste mal skeptisch werde. Entstanden aus den Resten der Punk-Band Superfan pflegen Low 500 auf ihrem Debütalbum einen seltsamen Grenzgang zwischen Psychedelik und New Wave-Retro-Chic, zwischen bekifftem Abgespact-Sein und überkanditeltem Dandytum. Die Songs auf »High Commissioner« pendeln von Indiepop zu kunstschulgefönten Überflüssigkeiten. Immer wieder drängt ein analoger Synthesizer in den Vordergrund und gespitzten Ohres vernimmt man ab und wann eine Triangel in echt. Die Band frönt einer vorgeschobenen Legendenbildung, indem verquere Biographien angeführt werden, und mitunter tritt man angeblich pudelnackt auf. Wem’s gefällt.