Don Preston

»Filters, Oscillators & Envelopes 1967-82«

Sub Rosa

»We have to train ourselves. So that we can improvise on anything: a bird, a sock, a fuming beaker. This is, this too can be music. Anything can be music.« – so ein Auszug aus den Linernotes zu »Uncle Meat« (1969). Don Preston war Keyboarder und Schlüsselfigur in der nach Alben-Outputs wohl kreativsten Phase (1966 bis 1974) von Frank Zappas The Mothers of Invention. Und er wirkte auch bei einigen tollen Alben von Captain Beefheart mit. Neben diesen bestens bekannten Aktivitäten hatte Preston auch noch ein Faible für elektronische Musik von Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen sowie Luigi Nono. Mitte der 1960er Jahre entwickelte Don einen Home-made Synthesizer mit 40 Oszillatoren, 6 Filter, einem Theremin und einer Echoplex-Tape- Echo-Machine. Zu hören auf dem ersten Track dieser Versammlung bislang unveröffentlichten Materials, »Electronic« (15.21 Min.). Mit dem Moog Synthesizer von Dr. Pat Gleeson, mit dem Preston übrigens später an der Musik von »Apocalypse Now« arbeitete, sowie einem weiteren, von Preston präparierten Moog, entstanden im Jahre 1975 die sieben Tracks »Analog Heaven #1 – #7« (insgesamt an die 27 Min.). Das im Jahr 1982 aufgenommene »Fred & Me« (20.37 Min.) bildet den Abschluss. Diese CD eignet sich zweifellos für Demonstrationszwecke für die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Synthesizers, ob derer selbst Bob Moog staunte. Für Kenner bietet »Filters, Oscillators & Envelopes 1967-82« wiewohl auch weitere ästhetische Reize.