V./ Ultra Milkmaids

Drones+ Unease

Zeromoon

Dieser Session haben die französischen Ultra Milkmaids und (Mika) V. (ainio) den richtigen Namen verpasst: Drones allerorten, ein Stückwerk von Soundtexturen, die mal als toxisches Plasma, mal als Hand im Stahlhandschuh die hinteren Regionen des Hirns in Vibration versetzen. Indes vergeht man sich nicht in selbstreferenzieller Electronica: Dubgefedert kommt Track zwei daher, klarerweise Distorsion-Taste voll gedrückt. Später mischen sich die Vocals der Sängerin Irina Pechegina zu den Kristalllandschaften des polar-kalten Sounds und heizen die Stimmung auf den Gefrierpunkt auf, indem sie die traurige Geschichte des »Bogi« des russischen Dramatikers V. Hlebnikov rezitiert. Trotz aller Ausbruchsversuche bleibt die CD in einem dramaturgischen Setting, zu dem sich gut ein Theaterstück vorstellen ließe. Statik und Oszillation sind jene Parameter, die auf ihre gegenseitige Tauglichkeit hin überprüft werden. Selbst im größten Permafrost wuselt es in den unteren Schichten nach verlaufenden Feedbacks, die Schwingungen der Atome werden mittels Stethoskop hörbar gemacht. Dieses Stethoskop nennt sich »Drones+ Unease«.

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