Tosca

Different Tastes Of Honey

G-Stone

Die Downtempo-Megastars Tosca sind wieder da. Allerdings nicht mit neuem Album, sondern genreüblich mit Remixes der Nummer »Honey«. Das ist ja grundsätzlich auch schön und gut, aber hier stellt sich die Frage, wie viel zuviel des Guten ist -13 Remixes, ein Sekundärkomponist gewichtiger als der andere, auf Platte macht das vier Scheiben! Freilich, die Qualität steht nicht zur Diskussion, großteils warmer, runder Sound vom Feinsten, tempomäßig aber großteils ident mit dem Original (Ausnahmen: Organic Audio und Faze Actionn, letzte raffiniert latino-like). Auch lassen sich interessante Versionen finden: Die von Dub-Beelzebub Markus Kienzl, gewohnt muskulös, und die beschwingten Portugiesen Shelter Ave und Azoia tun sich hervor. Es fehlen einem aber Arbeiten von Leuten wie z.B. Uko, die vielleicht weniger bekannt sind, aber für mehr Abwechslung sorgen könnten. So entsteht der Eindruck, dass hier jemand seine internationale Reputation zur Protzerei verwendet. Und nicht einzelne Maxis veröffentlicht, weil’s genug Tosca-Versessene gibt, die sowieso alles kaufen, und ein Remix-Album ist auch ein Album. Natürlich, man soll nicht überkritisch sein, es gibt jede Menge schöne Momente auf diesem Album – aber muß man die denn so verschleudern?