Data Hero

Data Hero

Wohnzimmer Records

Das Wiener Duo schreibt Pop in dicken Lettern. Hart an den Grenzen zum absoluten Mainstream, erweitern sie mit britischem Verve den Flavour von Disco. Wieder einmal stehen die Achtziger als Referenzpunkt im Vordergrund. Elektro-Popbands vergangener Jahrzehnte und ein lieblicher Indie-Gitarrengeist darf hier, gewandet von Analog-Synthiesizern und Dance-Beats der Neunziger, wiederauferstehen. Der Name Data Hero würde sich wohl eher für deutsche Festplattenextremisten eignen und lenkt vom schlussendlich Gebotenen wohl nur ab. Auf Höhepunkte wartet man vergeblich, aber auch wirkliche Ausrutscher sind Mangelware – gediegene Homogenität also. Ohne platt zu werden. Eklektizismus, aber unpeinlich. Die zwei Herren am Cover bevorzugen den Stil von Neo-Existenzialisten. Doch: Zu clean, zu gesund. Der gebrochene Glamour fehlt. Doch in einem gewissen Pop-Kontext ist es wohl fehl am Platz, sich dreckigen Pathos zu erwarten, dafür bleibt auch keine Zeit, wenn einen die Suche nach dem perfekten Popsong in Anspruch nimmt. Vivatauglich wäre die Sache jedenfalls. Ob das als Kompliment zu verstehen ist, liegt wohl im Auge des Betrachters.