Peaking Lights

»Cosmic Logic«

Domino/Good To Go

Auch auf ihrem vierten Album geben Peaking Lights ein unverändert kauziges Bild ab. Mehr als zuletzt weichen jedoch die umnebelten, Dub-infizierten Hallkonstruktionen kernigen Popsong-Entwürfen, die der DJ im Zweifelsfall wohl eher nach Kraftwerk als nach Lee Perry spielen würde. Die Musik auf »Cosmic Logic« ist dennoch unschwer als Peaking Lights zu erkennen, was besonders an der tramhapperten Stimme von Indra Dunis liegt. Gelegentlich fühlt man sich da an Bastlerbands wie Stereolab (man höre zum Vergleich nur einmal deren »Cosmic Country Noir«, das schon vom Namen her auch eine Peaking-Lights-Nummer sein könnte) oder Deerhoof erinnert, doch Peaking Lights sind weder solch gemütliche Stubenhocker wie Erstere, noch so durchgeknallte Hyperaktive wie Letztere. Stattdessen konzentriert sich das Duo aus Wisconsin auf Zwischenbereiche der mensch- lichen Wahrnehmung im Vierländereck zwischen Cosmic Disco, Acid House, Plucker-Space und Kraftwerk’scher Rhythmik. Das ist vor allem in der ersten Hälfte des Albums recht spannend anzuhören; verirrt sich allerdings nach spätestens sieben, acht Songs in ziemlicher Monotonie. Als EP wäre »Cosmic Logic« freilich der wohl fulminanteste Tonträger von Peaking Lights geworden.