Chemical Brothers

Come With Me

Astralwerks

Eine Frage der Geschwindigkeit. Die kurzzeitige Globalallianz aus Big Beat Party, Playstation-Gambler-Ekstase und Disko gewordener Kinowand hat kaum Luft abseits der Konsumüberdosis gelassen. Die guten Skint?ler flüchten in sensiblere Loungetöne. Fettboy Slim hantiert eher unglücklich mit Housefragmenten. Und die Chemicals, der Lowest Common Denominator des Breakbeat- und Rocksample durchsetzten Techrave-Revivals, die via »Dig Your Own Hole« eigentlichen Lostreter der Welle, wollen gerade so werden wie ihre Nachkommen. Straight und feig pumpende Böllerkonfektion, die kaum Luft lässt für die mickrig eingesetzten Gaststimmen von Beth Orton und Richard Ashcroft. In THX-Bassbreitwand und mit dem teuersten Spielzeug als Gastinstrumentarium, spielt sich letztlich nichts anderes ab als das alte 4 to the Floor-Liedchen, das leidlich danach schielt etwas frankophilen Phönk comme Daft Punk an die Rippen zu specken. (Ganz krass bei »Star Guitar«). Rasant unspektakulär.