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Mountains

»Centralia«

Thrill Jockey

Aber genau das sage ich ja immer! Monolithische Soundflächen, erstarrte Klangwälle, die wie in Ton gefasste Eislandschaften durch den Lautsprecher kriechen, schwebende Erstarrungen, die sich zwischen majestätischer Wucht und karger Ausdünnung nicht entscheiden können … diese Art von Sphärenmusik gehört in den Pop! Finger weg davon, ihr AvantnoiserInnen, auch wenn Laptop und Synthesizer noch so sehr zum kompositorischen Regress verleiten. Die gute Nachricht ist: »Centralia« ist purer Pop, genauer gesagt, knallbunter Ambient, der direkt von Brian Enos zuckrigsten CDs inspiriert sein könnte. »Knallbunt« ist in diesem Kontext natürlich relativ, aber in der Weichheit der Sounds, in den verspielten kleinen Minimalismen, die aus den Soundwällen immer wieder auftauchen, liegt der eigenständige Flair dieser CD, der kleine Unterschied, der diese Soundmonophilie am Ende doch hörenswert macht, so sehr, dass es mitunter in Richtung Meditationsmusik geht. »Centralia« ist der dritte Longplayer von Mountain aka der Herren Brendon Anderegg und Koen Holtkamp, eine wahrhaft einschlägige Sache.

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