Brujeria

Brujerizmo

Roadrunner

Here comes Sickness, mucho y brujo… Rechtsruppig machoides Anti-Korrektheitsgeballer, so sensibel wie eine Zweizentner-Faust mit Splits und Spikes im Rektum. Es gibt nichts Relativeres wie Humor. Es wurde schon oft angegriffen wenn Gwar als X-Cops, der musizierende Schlägerbullenchor, die Faszination brutal archaischer Konservativität orchestrierten. Nur hier spielt?s schwarzes Herz in Lateinamerika statt Dirty Harry, Todestrupps und Koka-Blut, Schwanz und Blut und Allmachtsphantasien. Die nur leicht verdeckte Bande aus Faith no More, Fear Factory, Napalm Death, Dimmu Borgir und Cradle of Filth-Selbstherrlichkeiten wirft sich in Bandana und MG, eröffnet Konzerte mit einer ritualen Opferung und röhrt durch metalloide Hymnen der Gesellschaftsvernichtung: als AIDS-Terrorist Kinder notficken, Politärsche abknallen, die Revolution der Dealer, Stricher und Mörder. Die Geste: Kein Spaß. Alles echte Pseudonyme. Alles echte Stories aus mexikanischen oder kolumbianischen Exploitationheften. Echtes Spanisch. Die Musik: unverzierte rotzige, ultrabrutale, wie sie Slayer zu Glanzzeiten kaum hinbrachten und Deppen wie Kreator es immer wieder versuchen. Bewußt unoriginell, roh, bösartig. Natürlich ist?s gespielter Exorzismus, nur das Augenzwinkern muß man sich selbst zurechtdenken. Im Gegensatz zum teils verbotenen 91er Masterpiece, ein bißchen zu oft immergleiches Fear Factory-Gewumme, ansonsten schwer ertragbar furios. Good natured Fun for Everyone.