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Playmobil im Mulatschag. Was einst als weggeworfener Freundschaftsdienst für einen offensichtlich bescheuerten Filmemacherfreund begann, entwickelte Faint-Basser Joel Peterson vom Soundtrack-Gezwirbel zu einem der phänomenalsten Stücke an Electro-Rave und LoFi-Dancefloor. Ähnlich der großartigen und viel zu wenig bekannten Salaryman, schmelzen die bizarrsten Klangwelten in ein eingängiges Groovedickicht, das eher auf poprockende Melodieführung als auf die nackte Tanzpumpe achtet. Der Arschkick kommt straight aus Wavehausen mit Front242-Basslines auf lowest common recording value, kongenial ergänzt mit Glockenspiel-getragenen Sphärenspielereien, die nicht von ungefähr an Steve Reich bzw. dessen Score-Adaption via Mychael Danna, James Horner oder Jerry Goldsmith erinnern. Petersen bleibt dabei natürlich nur der kleine Indie-Nerd im halb verkabelt übergroßen Kinderzimmer. Was er aber da aus dem Electro-Baukasten zum klimpern und schunkeln bringt, ist ein kleines schmuckes Groove-Kunstwerk.

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Text
Paul Poet

Veröffentlichung
25.04.2003

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