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»Warum sagen wir einander Dinge, die wir nicht glauben?«, fragt Leyton im Eröffnungsstück und offeriert mit dessen Titel die politisch-aktionistische Antwort: »Paint the White House Black«. Leytons Stimme ist gewöhnungsbedürftig, aber das gilt ja auch für andere Kanadier. Hat man sich gerade damit abgefunden dass sich das Songwriting eher in Richtung ausufernde Exzentrik denn in Richtung erdiges Bardentum bewegt, folgt ein Song wie »Soliloquy«, der David Bowie alle Ehre machen würde. Oder »Staring«, das an Orange Juice erinnert. Alles Referenzen, die man sich als Musiker schon gefallen lassen kann. Well done! Von Kanada nach Missouri: Wer glaubt, die Nürnberger Band in eine musikalische Schublade stecken zu können, scheitert. Missouri beschreiten mit ihrem fünften Album musikalisches Neuland: Wer die Band als Country-Truppe mochte, kann sie jetzt als Party-Crooner entdecken, Hammondorgan inklusive – und auch das hat Charme.

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