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Nachdem er sich für sein letztes Album die Produzenten Beat 4 Feet geholt hat und sich so – zum Teil sehr gelungene neue Anstriche verpassen ließ -, kehrt Wolfgang Ambros wieder zu Produzenten-Spezi Christian Kolonovits zurück. »Ambros singt Moser« gut und ist auf seinen – logischen – künstlerischen Weg zurück gekehrt: Er wird im Alter zum Volkssänger! Ein Weg, der vor mehr als dreißig Jahren mit den Singspielen »Fäustling«, »Schaffnerlos« und insbesondere »Augustin« begonnen hat. Jetzt ist Ambros selbst ein Augustin. Es war zu befürchten, dass die Hans Moser-Lieder überproduziert werden (man denke nur an Ambros‘ Waits-Cover-Platte); doch Kolonovits hält sich zurück und lässt einfach die Klassiker wirken. Der Ikone Moser wird auf diese Weise ein kleines, schönes Denkmal gesetzt. Auch Klassiker wie »Hallo Dienstmann« (gemeinsam mit Rainhard Fendrich) und »Die Reblaus« gelingen eingedenk der Tradition. Kongenial: Das Ambassade Orchester Wien. Vielleicht der Beginn eines würdigen Alterswerkes. Was kommt da noch? Covers von Woody Guthrie oder Neil Young?

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Home / Rezensionen

Text
Jürgen Plank

Veröffentlichung
27.02.2006

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