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Noch ein Avantgardemusiker, der offensichtlich viel zu selten von seiner »besseren Hälfte« zum Geschirrspülen eingespannt wird. Daher auch viel zu viel zu Zeit, um sich der Brotlosigkeit in Reinkultur zu widmen. Wir sprechen vom Schweizer Saxophonisten Christoph Erb, der sich auf seiner mit »Alone« entwaffnend direkt betitelten CD der kompletten Darstellungspalette eines zeitgemä&szlig bespielten Saxophons widmet. Wunderbare Soli, wilde Schnatterorgien, überdrehte Anblas- und ?berblasungsexzesse ?? fast so, als wär’s eine Lehr-CD für angehende Soloavantgardisten. Dieser Aspekt ist es vielleicht auch, der einer popverwöhnten Landjugend »Alone« eventuell näher bringen könnte – na ja, eher unwahrscheinlich ?? Der gemeine Virtuositätsfetischist darf diese CD in jedem Fall als überbordendes Füllhorn kreativer Klangforschung anbeten. Schön auch, dass Erb Wert auf überschaubare Kürze legt. Nichts macht experimentelle Musik sexier als Prägnanz.

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Text
Curt Cuisine

Veröffentlichung
17.04.2012

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