Aix Em Klemm

Aix Em Klemm

Kranky

Glückliches Drone-Wölkchen. Eine spartanisch wavende Westerngitarre und zwei psychedelisch samtene Vokalausflüge unterbrechen kurz zur Interpunktion. Ansonsten das pure Brett Schöngeist, Klangtreiben, Gleichmut. Duettspiel der New Instrumentalism und Flauschesound-Spezialisten Bobby Donne (das dritte Bassrad von Labradford) sowie Texaner Adam Wiltzie (Stars of the Lid), der jüngst erst mit einem Meilenstein durch Zweitband Windsor of the Derby (»Difference and Repetition«) beglückt hat. Zuerst nur via Tapeverkehr ergänzten sich über zwei Jahre dreifach abgefederte Klavierakkorde mit Synthäther, um in Wieltzies Studio dann noch mal mit Bass und Gitarre drüberzugleiten. Eno überarbeitet die Herzog-Soundtracks von Popol Vuh ohne perkussive Elemente und am Synth-Stand der Zeit. So in etwa. Weit weg von Labradfords Kopfigkeit, aber auch der Tiefe, eine Königspackung Zartheit.