Moby

18

Mute

Aus irgendeinem Grund habe ich Moby immer mit »Scanner« verwechselt. Dabei ist es ganz einfach: ersterer singt auch, und der andere zeigt Super-8-Filme vom Sommerurlaub. »18« steht hier ganz einfach für die Anzahl der Tracks. Mir gefallen die einfachen, an 80er Elektro erinnernden Songs am besten. Als ob die Buggles Rupert Hine treffen. Simple Lyrics, einfache Melodien über glatten Beats und wuchtigen Analog-Synth-Akkorden. »If I was beautiful, if I had the time«, »People they come together, people they fall apart. No one can stop us now, ‚cause we are all in the stars.« Ich mag außerdem, dass sich die Tracks irgendwie unfertig anhören, wie Demos oder schnell auf 4-Spur abgemischt, wodurch der Sound fett und roh wird. Die eher souligen und bluesigen Teile mit den endlos geloopten Vocals hätte man sich eigentlich sparen können. Auf »Harbour« singt Sinead O’Connor an einem traurigen Tag falsch. Nicht wirklich aufregend. Kann man getrost vergessen.