Courtney Love

»You Know My Name / Wedding Day«

Cherry Forever Records

Als eine »b*** with zits« bezeichnete Kurt Cobain seine Geliebte Courtney in einem erst vor wenigen Wochen aufgetauchten – vom Seattle Police Department veröffentlichten – Dokument. Doch halt, laut Courtney, stimmt es gar nicht, dass Cobain so garstig über sie herzog, sondern sie selbst will Verfasserin dieser Notiz gewesen sein. Wie auch immer. Was ebenfalls nicht stimmt, ist, dass Courtney Love ihre Band Hole reformierte. Die vorlaute Love musste einen Rückzieher machen, lassen sich Bandkolleginnen doch auch nicht gerne pflanzen/übergehen. Was hoffentlich stimmt, ist, dass die einstige Braut von Kurt Cobain heuer beim Life Ball in Wien auftauchen wird. Stark.
Nun zur sogenannten Doppel-Single, deren Erscheinen medial praktisch durch den Rost fiel, weil Tages-Qualitäts-Medien für dies Format schlichtweg nichts übrig haben. Sollten sie aber. Courtney rockt sich hierauf mit Auftragsmusikern (wie z. B. Tommy Lee am Schlagzeug) gehörig einen ab. Nicht jedoch auf dem im Fokus der Promotion stehenden Song »Know My Name«. Der ist zwar räudig, jedoch ziemlich altbackener Punkrock für ein Mainstream-Publikum. Der Hammer dieser Doppel-A-Side-Single ist der Song »Wedding Day«. Auf dem treibt es Courtney exzessivst, wie in ihren besten Hole-Nächten.

»All these snakes they rot inside of me / Do you think you can understand / What it takes just to be a man?! Get out, get out, get out of my bed.« Wie Courtney im Interview verriet handelt der Song davon, wie sie als Achtzehnjährige von ihrem Lover gedumpt, also fallen gelassen worden ist. »See this woman with reptile eyes / I can buy you as I rise / Get out, get out, get out of my head.« Heute ist dieser Lümmel, wie das eben so vorkommt, ein großer Medien-Fuzzi. Sackratte. Und zur Ûberraschung vermeldet Love, dass sie mittlerweile mit ihm wieder befreundet sei. Was macht Rocker nicht alles für Karriere. Suck, suck, eh klar. Für »Wedding Day« könnte man aber gut und gerne seine eigene Wedding-Sause sausen lassen. Das rockt wie die Hölle, Rockrebellion at its best. Fuck Love, Love as fuck!

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