R. L. Burnside

Wish I Was In Heaven Sitting Down

Fat Possum

Die bisher üppigste Packung aus dem Hause Burnside setzt wie erwartet das Disco-Flair des Vorgängers nicht fort. Der alte Hase versteht es wieder einmal, auf seine einzigartige Weise, Neuland zu betreten. Wenngleich die Einarbeitung moderner Produktionstechniken den musikalischen Strom hier so »mellow« wie nie zuvor erscheinen lässt, ist doch der textliche Inhalt meist so »down« wie es nur geht. Gleich im Opener, einer persönlichen Adaption des Skip-James-Klassikers »Hard Time Killing Floor« erfahren wir, dass Chicago ein einziges Unglück für unseren Erzähler war und das Titelstück bringt ungute Vorahnungen eines alten Mannes, der schon zu viel Scheiße gesehen hat. Als Erleichterung stehen mit »Too Many Ups« und »Nothing Man« zwei scherzhaft joviale Stücke im Zentrum der Platte, die Burnside von seiner bisher leichtherzigsten Seite zeigen. Auch shouting und hollering stehen am Programm und bereichern die breite vokale Palette der Platte. Ohne Fehler.