viennese fluctuations vol. 1

Die CD zum fluc – samt großer Releaseparty am 7.12. mit Metalycee (aka thilges3), Kelomat, dynamo und den Schweinerockern Kill The Dead.
Yeah.!

Viennese fluctuations Vol.1 (aRtonal recordings, aRR05, KOntakt: office@artonal.at). Wien im Titel ist keine Hommage an vergangene Hypes, es verweist auf den Standort des flucs, des Lokales, dessen Umfeld hier dokumentiert wird. Schwankungen sind zwar auch musikalisch Programm, verweisen aber in erster Linie auf fluctuated rooms, das 16-Kanal Sound System, dass die Künstlergruppe dynamo (die auch das fluc betreibt) eben dort installiert hat.

Breit ist das im fluc zu hörende musikalische Spektrum, auf der vorliegenden CD wird eher der aRtonal zuzuordnende Teil abgearbeitet. Seit Herbst 2002 veranstaltet das Label dort wöchentlich Konzerte, viele dieser aRtonal presents Veranstaltungen sind auf viennese fluctuations nachzuhören. Zum Großteil Wiener Musiker aus dem Bereichen Improvisation und Elektronik, junge (für welche es das fluc in erster Linie gibt) und arrivierte, aber auch einige internationale Gäste verhandeln das Thema experimentelle Musik. Das umfasst dynamo selbst, tumido (mit einem Stück der bereits auf aRtonal erschienen CD O.A.G.), brpobr mit einem Vorgeschmack auf ihre kommende CD, die italienischen Brachialjazzcorler ZU, das ziemlich abgedrehte Gitarre/Drums Duo Cheval De Frise aus Bordeaux, thilges3 neueste Reinkarnation mit dem Namen Metalycee (groovige elektronische Musik auf Basis von Metal-Samples), fon, die Herren Hinteregger, Hautzinger und Kazuhisha aka Comforts of Madness, Boris Hauf im Trio mit Michael Hartman und Dean Roberts undundund.
Erwähnenswert ist des weiteren besonders Manfred Hofer. Das zu hörende Stück ist ein Auszug der kommenden Solo CD von ihm, aufgenommen und produziert von Wolfgang Schlögl. Aber dass jener bei den Sofa Surfers ist, sollte nicht als musikalischer Hinweis gedeutet werden – ästhetisch arbeitet sich Manfred Hofer an Laptop- Sounds ab, durch das Präparieren seines Basses ist dieser oft als solcher nicht mehr erkennbar. Christian Egger (Glutamat, Le Charmant Rouge…) beschließt die 15 Stücke lange fluctuation mit einem 9 minütigen Kuschelmonster zwischen Ambient und Richie Hawtin.

Lebendig und offen wie auch das Lokal und gerade deswegen auch für aRtonal passend und wegweisend bietet viennese fluctuations eine Momentaufnahme des lokalen experimentellen Musikschaffens, wie sie sonst nirgends zu sehen und hören ist!
Go subculture – stay open minded. Oder wie David Thomas zu sagen pflegt: Culture is a weapon, that is used against us.

Die CD wird im Wiener fluc am 7.12.03 mit einer großen Party präsentiert, don’t miss it!