Rhodri Davies

Trem

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Was sind die Assoziationen, wenn man an Harfenmusik denkt? Überfütterte Barockengel mit schwülstigen Lippen oder Harfenkonzerte von Bach und Mozart? Wer sich von solchen Vorurteilen befreien möchte, könnte einen Blick auf die vorliegende CD des walisischen Harfenisten Rhodri Davies werfen. Als Klangerzeuger dienen Tapes, Percussion und eben die Harfe, wobei letztere stark manipuliert wird. Sound und Spielweise sind rau, harsh, tendenziell dunkel und vermitteln eine gewisse metallische Kühle, die man mit diesem Instrument niemals in Verbindung gebracht hätte. Harter Stoff für etwaige endzeitliche Depressionen.