Tobacco

»Tobacco Saves Lives«

Rewika Rec

Tobacco ist eigentlich ein Seitenprojekt von Readymade-Sänger Zac Johnson. Eigentlich weil: Readymade haben sich aufgelöst. Aber das Leben geht weiter, Tabak verwandelt sich schnell in Rauch. Was man Johnson jetzt natürlich nicht wünscht.
Tobacco ist symphathischer und eingängiger Pop, wenn man will Indie-Pop. Nicht zu sparsam, nicht zu opulent. Die Stimme kann durchaus ein erwachsenes Pathos entwickeln, ohne dabei prätentiös zu werden. Dasselbe gilt für die Synthie-Bläser und -Streicher. Das hin und wieder elektronisch herumgefrickelt wird, ist geradezu selbstverständlich und ändert auch nichts an der Lieblichkeit des Albums, das neben der gitarrenlastigen Harmonie auch gerne mal mit einem Hip-Hop-Track oder einem stampfenden Beat aufwartet. Was auch nicht weiter verwirrt.
So handelt es sich im Grossen und Ganzen um eine harmlose aber liebenswerte Angelegenheit, die beweist, dass auch ohne dicke Budgets mittelgroßer Pop möglich ist. Anschnallen und das Rauchen nicht einstellen, denn sie wissen: Tobacco saves lives.