Wolfgang Frisch

»The Hundred«

Shield And Spear

Nach I-Wolf und Markus Kienzl legt ein weiteres Mitglied der Sofa Surfers ein Soloalbum vor. Dieser Kontext bedeutet mittlerweile ein klare Verortung in Sachen Sound, sprich: Post-Millenium-Rockband, eventuell auch Post-Postrock, quasi – die Sofa Surfers haben sich da langsam, aber beständig eine eigene kleine Welt geschaffen, von der elektronisch dekonstruierten Band zurück zu einem zuletzt recht klassischen Setting. Bei Wolfgang Frisch ist es dann doch einfach solider Postrock, und zur Abwechslung ist das ganz angenehm, wenn ein Genre als solches durchdekliniert wird, UND PUNKT. Ähnlich wie bei Markus Kienzl solo ist der individuelle Beitrag Frischs aus dem Gesamtklang der Sofa Surfers isoliert und weitergedacht. Und gerade wenn man denkt, das trägt sich nicht ganz, das wird jetzt zu fragmentarisch, kommt plötzlich die Stimme von Steve Mathewson (The Brainmanagers, Buffalo Tom) rein, die am Anfang schon mal da war, und es passt wieder ganz genau. Die Musik hat ihre Kanten, »The Hundred« ist trotzdem eine runde Sache.