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Das neue Album des Niederländers C.K. und seinem Sexteto Canyengue ist zwei Jahre nach dem letzten, »Street Tango«, erschienen. Mehr als je zuvor in seiner 20-jährigen Laufbahn als Tangomusiker sorgt er damit für Aufsehen. Sechzehn Titel durchläuft die CD, die innerhalb des Genres zeitlos souverän wirkt, wobei sieben davon von C.K. selbst komponiert und zugleich seinen persönlichen Vorbildern und Tangoheroes als Hommage gewidmet werden. So verweilen gelungene Eigenkompositionen unter berühmten Tangos wie »Maria« (Anibal Troilo), »Desde del alma« (Rosita Melo) oder dem Klassiker »Malena« (Lucio Demare). Besonders mit seinen Eigenkompositionen verneigt er sich tief vor seinen Lehrern und Mediatoren, den beiden Tangoriesen Oswaldo Pugliese und Astor Piazolla. Das Sexteto Canyengue, welches sich aus zwei Streichern, jeweils einem Gitarristen, Kontrabassisten und Pianisten, sowie dem Carel Kraayenhof’schen Bandoneon formiert, legt mit durchwegs technisch präzisen, absolut tanzbaren, weil leicht und kraftvoll dargebotenen Interpretationen eine beachtliche Souveränität an den Tag. Diese genussvolle Leichtigkeit und Einigkeit im Zelebrieren von musikalischen Stimmungsschwankungen springt leider nicht auf den aus Buenos Aires stammenden Rocksänger Omar Mollo über, den besonders bei den tragischen Klassikern »Maria« und »Malena« die Kraft innerhalb der Spannungsbögen verlässt. Es bleibt aber ganz bestimmt der Eindruck einer Symbiose aus erfrischender Freude, leichtfertiger Ausgelassenheit und höchster Professionalität beim Hinhören oder Dazutanzen haften.

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