Various Artists

»Studio One Disco Mix«

Soul Jazz/Hoanzl

Kleines Lehrbeispiel für Export/Import-Transfers innerhalb des Black Atlantic: Da wird in den USA die 12???-Maxi erfunden, u.a. um die aus Jamaika entliehenen Remixtechniken des Dub in die Disco zu bringen (vgl. Salsoul-Story in skug 60), und gleichzeitig in Jamaika der »Discomix« geboren, indem das neue 12″-Format forciert wird. Nur eben etwas anders als in den USA. In Jamaika wird simpel, aber effektiv, eigentlich nur das, was schon immer gemacht wurde, erweitert. Über ältere Riddims oder gleich ganze Songs werden neue Lyrics gesungen und statt den Dub auf die B-Seite zu stellen, folgt er gleich auf die Vocal-Version. Dazu Synthesizer-Sounds und omnipräsente Syn-Drums, die den radikalen Geist von Dub ebenso ausströmen wie »Ring My Bell« im Exzess darstellen.