Stacie Rose

»Shadow & Splendor«

Enchanted Records/EMI

Dieses Album kommt mit Bonustracks (enhanced CD), unter anderem dem Video »Six Minutes With Stacie Rose«, und in unserem Fall auch mit einer dicken Pressemappe inklusive Dutzender Photokopien von Artikeln, Reviews und Konzertberichten. Das Cover ist ein bemühter Versuch, Pink und Schwarz in ein harmonisch-dynamisches Design zu fassen, aber noch fragwürdiger kommt mir das Schwarzweißfoto auf der Rückseite vor, das Symbole wie eine im Backstageraum liegende Fender Telecaster, diverse Puderdosen, Mascaras und andere Make-up-Utensilien plus einen Kaffeebecher aus einem Schnellimbiss verknüpft (oder nicht). Bei der Musik fallen mir schon bald Sheryl Crow, Suzanne Vega und vielleicht Shania Twain ein. Zwar ist das Album sehr gut produziert, betrachtet man nur die sauberen Backing Tracks, klaren Ziele und Formen. Doch leider kommen mir die zuvor zitierten Künstlerinnen nicht nur deshalb in den Sinn, weil insgesamt eine Ähnlichkeit besteht, sondern weil fast jeder Track – zumindest so weit ich das Album bis jetzt gehört habe – geklonte Melodien und Linien von Roses Songwriting-Vorfahrinnen enthält. Sie singt nicht schlecht, macht ihre Arbeit, alles entspricht voll dem Bild – und weiter? Es wäre wohl an der Zeit, etwas Persönlicheres zu machen. Ich bitte jedenfalls darum.