Sandro Perri

»Soft Landing«

Constellation

Supersoft ist das Album »Soft Landing« tatsächlich. So eine Art Yacht-Rock ohne Brusthaar und eigentlich auch eher Gitarrenmusik, die nichts mit Yacht-Rock zu tun hat, außer, dass man sie auch gerne auf der Yacht oder dem Paddelboot hören könnte. Sie passt zum Sonnen- oder Mondschein, Sandro Perris hauchzarter Gesang, mitunter an einen weniger experimentellen Arthur Russel erinnernd, nimmt einen mit auf eine Reise über sanftes, beruhigendes Nass. Die Wellen schlagen nicht hoch. Stets ganz still nimmt er einen an die Hand/ans Ohr. Zwar setzt er dieses Vertrauen recht schnell im über zehn Minuten langen, nicht wirklich spannenden Gitarrenpart im ersten Song »Time You Got Me« aufs Spiel, doch was folgt, sind sechs Stücke, die jedes für sich eine kleine Wonne bedeuten. Das instrumentale »Floriana« mit lieblicher Flötenbegleitung ist ein psychedelisches, Pink-Floyd-eskes Gitarrensolo in Light-Variante, so herzallerliebst, wie man es auch von John Frusciante kennt. »Back On Love« hat was von den besten Solo-Alben Jim O’Rourkes. »Wrong About The Rain« begeistert mit einem einfachen, Schlagzeug-begleiteten, wunderschönen Gitarrenspiel, alles sehr zurückhaltend und – um noch einen Namen zu droppen – könnte eines der neueren Stücke von Kings Of Convenience sein. Anspieltipp hoch 9! »Soft Landing« sorgt für, hehe, eine sichere Landung nach diesem Trip durch die sich in den sanften Wellen spiegelnden Wolken.