Roots Manuva

Run Come Save Me

Big Dada

Ich habe den Soundtrack für meinen Sommer gefunden: In der Form eines Demos der neuen Roots-Manuva-LP, die seit dem erstmaligen Einlegen meinen CD-Player in Beschlag genommen hat. Ich gebe zu, ich bin ein besonderer Fan von englischem HipHop, und Ninja Tunes‘ Big-Dada-(Sub)Label gehört seit längerem zu meinen favourite imprints. Dieses Machwerk hat mich aber mehr als begeistert und richtiggehend umgehaut: Roots Manuva rappt, singt, predigt und toastet über Instrumentals, die durch Abwechslung und Stilvielfalt geprägt sind. Die diversen Einflüsse des Mr. Manuva – Roots wie Dancehall, HipHop aber auch Blues und Gospel – wurden eingearbeitet und kommen als eigenwillige Genreinterpretationen frisch daher. Keine Imitation, die hat er wirklich nicht notwendig, sondern gewitztes Spiel über die Genregrenzen hinaus. All das mit einer Stimme, die einen in den Bann zieht. Am besten das ganze Album durchhören, aber mit Vorfreude auf den letzten Track, der »Dreamy Days« verspricht, und den Sound dafür liefert.