Villalog

Roter Planet

Para Rec.

Das lange Warten hat ein Ende. Wie im letzten skug schon angekündigt, hat Para Rec. mit Villalog wieder eine feine Scheibe am Start. Villalog haben seit ihrem Erstling »Detroit« viel gespielt, für die Live-Sessions wurde B. Fleischman fix rekrutiert. Auf »Roter Planet« sind Villalog Michi Duscher und Marc Muncke, die mit dieser Nummer an den Substraten von »Odessa« andocken und in den luftigen Dub-Raum bewusstseinserweiternde Sound-Mantras schicken, die aus verhaltener Elektronik und dem bewährt reduziert-flächigen Gitarrenspiel bestehen. Die zweite Nummer »Tandoori Chicken« macht klar, wie flexibel das Villalog-Soundsystem ist, wenn elektronische Tablarhythmen und Stimmenfetzen auf die Tonsprengsel der Gitarre treffen und das alles zu grooven beginnt als wenn Bhangra-Beats und Krautgitarre schon immer zusammen gehört hätten: In Sound umgedeutete »Magic Mushrooms« als Alternative zum üblichen Dancefloor-Junk-Food. Villalog verwischen die Barrieren zwischen experimentellen und repetetiven Klangtexturen und setzen die Trancefunktionen frei nach dem Motto: »Move your mind and your ass will follow«. Verglichen mit »Detroit« ist »Roter Planet« genauso klar strukturiert und tanzbar, weniger sperrig und mehr psychedelisch.

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