Wu-Tang // Snoop Dogg

Return of the Wu (Mixed by Mathematics) // Malice N Wonderland

Gold Dust/Hoanzl // Priority/Capitol

Gutmeinende sagen, das sei ein »mixed bag of goodies« von Snoop Dogg. Aber wo sind da die »goodies« bitte? Die Zeiten, wo man seine Alben empfehlen konnte, gibt es schon gar nicht mehr – und die Muster wiederholen sich, nur dass sie halt immer schlaffer, belangloser werden. Nun ist das vermutlich bei vielen Superstars so, und es gibt bei alten Fans vielleicht diesen Reflex zum zwanghaften Kaufen. Obwohl das schon ziemlich abgehalfterter, schmieriger R&B-HipHop ist, der kaum mehr von konturierten Songs abgelöst wird. Aber alles superglatt produziert. Homies, Gangsters und Pimps aus der »Muppet Show«. Ein »elder statesman« der Schmierenkomödie. Man kann das schon hören, am besten als leise Soundkulisse beim Bling-Bling-Kaufen, inzwischen ist ja selbst die notorische Exekution schon recht schlaff inszeniert. Gänzlich anders liegt der Fall beim Wu-Tang Clan: Zwar auch nicht viel neues hier, unveröffentlichtes, wenn auch nicht gänzlich unbekanntes Material aus der letzten Dekade wurde von Producer Mathematics kompiliert – was auch den Vorteil hat, dass wir nicht allzu viel kurzes Geplänkel zwischendurch ertragen müssen. Und da der Clan bei seinen bewährten fetten Soul-Samples und seiner kantig-ruppigen Präsentation bleibt, die Rapper zumeist einen tighten Flow abliefern bzw. den einmal gefundenen Groove am Fließen halten, kann man dieses Album jedenfall wieder einmal nur empfehlen.