Yo La Tengo

»Prisoners Of Love«

Matador/Edel

20 Jahre Yo La Tengo, ist das zu fassen? »Prisoners Of Love« versucht es auf drei CDs, zwei mit Album- und EP-Favoriten, eine mit Raritäten und Outtakes gefüllt. Covers von Sun Ra und Sandy Denny umreißen ganz gut den Kosmos, den das seit Anfang der 90er fixe Trio aus Georgia, Ira und James auch mit ihrer eigenen Musik einfangen. Dass diese Band ein gutes Händchen fürs eigene Material hat, bewiesen sie schon mit vorherigen Zusammenstellungen, diese preiswerte Packung ist keine Ausnahme. Wer erst beim letzten Geniestreich ???Summer Sun??? eingestiegen ist, mag überrascht sein, wie viele Stationen diese Reise schon umfasste: Das reicht von Velvet-Underground beeinflussten Feedback-Orgien, zarte, akustischen Folk-Spielereien bis zu Bubblegum-Pop oder Indie-Rock, je nachdem. Eine verlässliche Combo, gerade haben sie ein herausragendes Album mit Chris Stamey aufgenommen. Da kommt noch mehr.