Jason Kahn

Plurabelle

Cut

Selfmademan Jason Kahn hält schon bei Solo-CD Nr. 3. Schon die Grafik des wiederum in einfachem Packkarton gehaltenen Covers deutet auf die Musik. Eine Art naives Sinuswellental, an die Künstler von Gugging erinnernd, veranschaulicht seitenverkehrt die Wirkung von Kahns stupend geruhsamer, doch viel Aufmerksamkeit erfordernder Klangerzeugung. So brummen die unbenannten Cuts recht unterschiedlich vor sich hin und es scheinen sich darin jeweils mehrere repetierende Klangschleifen aneinander zu reiben. Daraus ergibt sich ein unwiderstehlicher, süchtig machender Sog, eine Materie, die unaufhörlich zu atmen scheint. Die Reduktion auf drums, metal objects und real-time processing software, live im Studio Midi in Frankreich eingespielt, gibt dem Werk eine gewisse Leichtigkeit, und gleichwohl manche Knarzer wie verfremdete Plattenrillenkratzer tönen, sind sie doch nur ein kleines Passstück im statischen Maelstrom.