Phantomsmasher

Phantomsmasher

Ipecac

Don?t you fuckin art me!!! Prätention rules K.O. im neuesten Killergefährt von Krawallbass-Bolzer James Plotkin. Dessen endlose Meritenliste umfasst neben Olds Prog-Metal, Khanates eher gesichtslosem Sabbath-Verschnitt, vor allem die Projekte Scorn und Death Ambient. Diese waren bereits wegweisende Schmelzpunkte aus schmerzender Heavyness, industriell ambienter Tristesse und wärmenden Dub-Trips. Nach nur zwei Platten als Atomsmasher (darunter das bisherige Highlight auf Hydra Head), zermatscht man nun für Mike Patton das Phantom. Das ist allerdings nur beschränkt der am Promo-Zettel verschrieene Digital Hardcore. Die »Band« lebt ja verstreut über die USA und England und komponiert per Mail oder CD Rom-Post. Was es zu Plotkins Solo-Show macht, die die digital manipulierten Drum-Workouts von David Witte und das Krächzen von DJ Speedranch in den DigiCrunch-Wust zusatzverwurstet. Wo auch das Problem liegt: Schmeckt man aus den Basic Tracks noch die schwitzende Härte von Black Flag und die Avant-Gitarren-Workouts lange verblichener SST-ler (Blind Idiot God!), werden ähnlich Fuckhead?s genauso verunstaltetem »Male Comedy«-Debakel alle Pointen und Riffs im PC-Shredder zerfetzt. Hätte der Schritt weiter nach Don Caballero sein können, brutalsten Kunstrock elektronisch zu vernetzen. Aber so ist’s bloß es ein wixfreudiger Scherbenhaufen.