Peter Rom

»Wanting Machine«

Jazzwerkstadt Records

Op-Art für die Ohren gibt es auf einer CD-ROM zu hören, die das Querfeldein-Schweben in eine Wunschmaschinen-getriebene, akustische Slackline-Session, hosted by Peter Rom and a lot of Friends (Manu Mayr, Andreas Lettner, Julian Sartorius, Lukas König, Martin Eberle, Klemens Lendl, Clemens Wenger, Pamelia Stickney, Dorian Concept, Vincent Pongracz, Andreas Schaerer, Matthias Loibner, Christof Dienz) verwandeln. »Wanting Machine«, man liest es immer und immer wieder, während man auf das blaue Loch im Cover starrt, und vermutet eine Sinnestäuschung. Sollte es nicht doch viel eher »Washing Machine« heißen? Denn man erlebt ein gletscherblaues Wunder. Die Ohren werden mit abstrakten R’n’B-Weichspüler-Licks gereinigt, in verschiedenen Schongängen verwirbeln sich die Sounds und Klangfarben zu einem nassen Faserknäuel, das einem sanft den Rücken schrubbt. Spielt Peter Rom die Gitarre oder schaltet er sie mit Überschallgeschwindigkeit behände wie ein Experimentalphysiker ein und aus? Auch die Assoziationen schweben einem zwischen den Ohren wie in Zeitlupe hin und her, die Ohren verwandeln sich in kommunizierende Gefäße, gefüllt mit Bittersalzlösungen aus sämtlichen Floating Tanks aus Wien und Umgebung. Verwunschen wandelt man durch die Hamam-Tracks und erkennt: Diese »Wanting Machine«-Welt ist keine CD-Scheibe, sondern eine rutschige Fliese. Noch nie hat sich eine Gehirnerschütterung so gut angefühlt, die unendliche, fraktale Schönheit des uns umgebenden Mosaiks war für einen kurzen Moment spürbar.