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Thematisierung von Samples, verfremdetes Originalmaterial und ihre Umdeutung in Musik stehen im Mittelpunkt dieser konzeptuellen Compilation. Hier werden die akustischen Rekontextualisierungen von »soundstories/ materialmeeting« (Intermedium Rec.) fortgeführt. Im Hörspielstudio des Bayrischen Rundfunks wurden Sound-Schnipsel aus gesprochenem Text und Musik destilliert und an Artists wie Sparks, Kid606, Loopspool, Lesser, Merzbow und Pita vergeben mit dem Auftrag: Re-use it. Dafür sind One-Word-Poems genauso dienlich wie minimalistische Überlegungen, wie man aus Papier Sounds generiert. Vielleicht so: Sound-Poems – geerdet in dadaistischen und Cut-Up-Techniken – transformieren sich in die Tracks und bauen so Parallellinien zu den Soundscapes auf. Was fehlt, ist eine semantische Umcodierung von word zu Beat (und vice versa). Die Verfremdung ist schlüssig, die Kombination der Bits’n’Pieces für die Tracks schon weniger. Das ist viel mehr als eine Werkschau von technischen Manipulationsmöglichkeiten. Pop-Tracks for the future? Könnte durchaus sein.

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Text
Heinrich Deisl

Veröffentlichung
26.03.2002

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