A Certain Frank

Nothing

Ata Tak

Wäre der Begriff nicht so einschlägig determiniert, könnte man das gut und gerne Ambient Music nennen. Das Ambiente könnte man sich aussuchen: Eine gepflegte Bar? Das Lesezimmer? Der Tanzboden (für eher dezente Bewegung)? Eine grüne Wiese, vielleicht an einem Seeufer? Alles ist möglich; Zutreffendes je nach temporärer Befindlichkeit ankreuzen. Frank Fenstermacher und Kurt Dahlke scheinen sich mit diesem Album, gegen das sich der Vorgänger »Nobody? No!« nachgerade offensiv ausnimmt, zum Ziel gesetzt zu haben, Musik von optimaler Überhörbarkeit zu kreieren. Wie der Titel sagt: Es ist nichts, kein Statement, kein Manifest für irgendwas. Wer trotzdem zuhören will, bekommt – hundertprozentig human verfertigt – vertrackte Grooves im moderaten Tempobereich, vielschichtige Elektronik mit freundlicher Farbgebung und zart beseelten Frauengesang. Irgendwie super-großzügig, weiträumig, das alles. Musik, die einem Luft zum Atmen lässt. Dieses »Nothing« verdient den Zusatz »groß« – in klassischer Doppeldeutigkeit natürlich. P.S.: Erneut weltmeisterliches Cover!