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Kritiker-Darling Nick Waterhouse greift auf seinem dritten Album stark auf den Groove der Sixties zurück, insbesondere auf geradlinigen R&B-lastigen Jazz, wie er damals auch vom Modspublikum geliebt wurde. Eine Genealogie von Georgie Fame (der treibende Orgel-Sound) über Van Morrison (die affirmativen Back Harmonies) und Tom Waits (diese Art abgeklärt-rotziger »Bar Jazz«) bis – eben – Nick Waterhouse ließe sich mit einer gewissen Berechtigung konstruieren. Auch Boogaloo, noch so ein typisches Sixties-Genre, das die Leute auf die Tanzfläche zwingt, wird des Öfteren aufgegriffen. Von diesem Grundrezept geht Waterhouse selten, wenn, dann aber umso bestimmter ab: Willkommene Abwechslung bieten etwa das dramatische »Stanyon Street« mit einer längeren Old-School-Jazz-Improvisation oder das getragen-elegische Jazz-Instrumental »Lucky Once«.

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