Spearmint

My Missing Days

Apricot

Spearmint scheinen sich auf Konzeptalben festlegen zu wollen. So problematisch der Begriff auch sein mag, wie anders soll man es nennen, wenn sich eine Band entschließt, ein Album aufzunehmen, mittels zwölf Tracks eine Story, eben jene über die »Missing Days«, zu erzählen und das auch noch von hinten nach vorne. Programmatisch lautet Songtitel 1 also »A Happy Ending« und Song 12 heißt »The Start Of It All«. Klingt eh ganz vernünftig und zumindest beweist man, dass man den Überblick nicht verloren hat. Das Songwriting von Spearmint erinnert, mal mehr, mal weniger, mal gelungener, mal weniger, an Blur zu »Parklife«-Zeiten, ein wenig an die unerreichbaren Belle and Sebastian oder an Teenage Fanclub. Die genannten bleiben aber allesamt außer Reichweite. Trotzdem ist das Album nicht ganz vom Tisch zu wischen, die eine oder andere Zeile bleibt hängen, die Texte sind alles Mögliche, aber sicher nicht banal. Dass Spearmint den Nerd-Faktor etwas überstrapazieren, kann sich ja noch legen und dass der Brit-Pop-Faktor gegenwärtig nicht besonders hoch im Kurs steht, dafür können sie auch nicht viel. Geht okay, wenn man so sagen darf.