DJ Koze

Music Is Okay

Yo Mama

Die alte Sache mit dem magischen Händchen (oder dem unerschöpflichen Fundus grandioser Ideen) – you either get it or you don’t. Stefan Kozalla got it. Definitv. Nicht nur als Musiker (Fischmob, Adolf Noise etc.) und DJ, der jeden Club umgehend in einen Ort ekstatischen Wahnsinns verwandeln kann, sondern vor allem auch als begnadeter und verspielter Remixer. Egal, ob ihm HipHop, House, Gitarrenrock oder Diskurspop anvertraut wird – Koze versteht es wie kein Zweiter, das Ausgangsmaterial in stets umwerfende neue Stücke zu verwandeln. »Music Is Okay« trägt unter dem Motto »Eine Stunde neu Gemischtes neu gemixt« zusammen, was in den letzten Jahren auf diversen Maxis verstreut immer wieder für Glanzlichter sorgte: Die schlicht geniale Fusion von Blumfelds »Tausend Tränen Tief« und Steve Bugs »Loverboy« etwa, das traurig-zärtliche »Clouds Across The Moon« der Rah Band, die Kreuzung von Der Tobi & das Bo mit Ernst Jandl, Roger Chapman und Musical Youth in »Is mir egal«, das formidabel vor sich hingroovende »Discoteer« von Rocko Schamoni und natürlich die geschickt zwischen Theatralik und Wahnsinn pendelnde Version von Tocotronics »Jackpot«, um hier nur einige Highlights herauszugreifen. Dazwischen eingestreut nette Späßchen wie das augenzwinkernd-respektvolle Intro von Papa Kozalla: »(…) Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass er so derbe Beats bastelt; ein Glück, dass er nicht Zahnarzt, Rechtsanwalt oder Geologe oder so ein Quatsch geworden ist. Peace!« Diese Platte braucht man, weil sie einen froh macht. Ganz einfach.