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Der Schwede Ronnie Sundin arbeitet an den Demarkationslinien zwischen optischer und akustischer Wahrnehmung. Das kommt davon, wenn man Musik macht und gleichzeitig in der Klasse für Visual Art in der Akademie im schwedischen Umea ist. Folgerichtig ist »Morphei« als Soundtrack konzipiert für die Zeit zwischen Schlaf- und Wachzustand, jener Periode, kurz bevor man aufwacht. Das ist jene Zeit, in der die Fantasie am schnellsten und weitschweifendsten ist: Analoge und digitale Minimal(st-)Ressourcen evozieren variierende Stimmungsbilder, etwa einen »Alice im Wunderland«-Psycho-Trip, elektronische Hornissenschwärme ziehen auf, Humpti-Dumpti schneidet sich LSD ein und philosophiert mit dem Mischpult über Trigger-Signale, man ist knapp am Filmriss vorbei… »Morphei« kann für Morphen oder für Morphein stehen: Die CD ist in einem konstanten Schwebezustand gehalten, der wahrscheinlich nur in bestimmten Situationen funktioniert. Am besten Wecker auf 5 Uhr Morgens stellen, CD einlegen und los geht die Reise. Erlebnisberichte bitte an skug…

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Text
Heinrich Deisl

Veröffentlichung
02.10.2002

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