Puyopuyo

Little In Japan

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Auch ohne die Schriftzeichen auf dem Cover dieser 3″-CD zu sehen, hätte ich auf das Land der aufgehenden Sonne getippt. Synthetischer infantil-debiler Irrsinn zum Quadrat – cheesy LoFi-Trash goes Kindergeburtstag und die Plastikroboter trinken Sake. Unweigerlich muss ich an Nobukazu Takemura denken. In der Schulklasse war der bestimmt der blöde Streber aus der ersten Reihe, während die Jungs und Mädchen von Puyopuyo im Werkunterricht den Superkleber inhalierten. Letztendlich weisen die durchgeknallten Soundschnipsel aus museumsreifen Spielkonsolen, umgeben von holprigen Beats, querschlägernden Akkorden aus dem Billig-Synthesizer und bis zum Anschlag verzerrten, überdrehten Vocals zwar eine einigermaßen begrenzte Halbwertszeit auf, das kurzweilige Vergnügen, seine Freunde mit exotischem Spinnerkram zu beeindrucken, leidet darunter jedoch ganz und gar nicht.