God Bless You, Ali Akbar Khan!

Der 80jährige Ali Akbar Khan hat das Festival Salam.Islam mit einem großartigen Auftritt im Wiener Konzerthaus abgeschlossen.

Ein alter Mann steigt mit einem Gehstock auf die Bühne des Wiener Konzerthauses. Ali Akbar Kahn ist für den Geiger Yehudi Menuhin ohnehin »der beste Musiker der Welt.« Solches Lob will hart erarbeitet werden, über zwanzig Jahre hat Kahn bis zu 18 Stunden am Tag geübt. Dass er und seine Mitspieler – an seiner Seite ist sein 20jähriger Sohn – wunderbare Musiker sind, haben sie im Rahmen des Festivals Salam.Islam eindrucksvoll bewiesen.
Kahn spielt das traditionelle indische Saiteninstrument Sarod, das aus Kokosholz geschnitzt und mit einem Plektron aus einer Kokosnussschale gespielt wird. Vom zaghaften Stimmen der Instrumente geht das fünfköpfige Ensemble direkt in das erste Stück über – eine fast einstündige Session folgt. Je länger die Session dauert, desto mehr treiben einander die Musiker an: Kahn agiert wie ein Jazzer, gibt ein Motiv vor, sein Sohn greift es auf und antwortet darauf.
Zu beeindrucken weiß insbesondere der Tabla-Spieler Pandit Swapan Chaudhuri, der einer der bekanntesten und besten Tabla-Spieler Indiens ist. Mit ruhiger Schlagfertigkeit ist er der eigentliche Leader der Gruppe und beteiligt sich an dem Frage und Antwort-Spiel von Vater und Sohn. Er tut dies mit so großer Präzision und Kunstfertigkeit, das man meint, er würde selbst eine Melodie spielen.
»Wenn Gott will, werde ich nach Wien zurückkehren. Otherwise: God Bless You!«, sagt Ali Akbahr Kahn zum Publikum. Dem kann man sich nur anschließen.

>> Ali Akbar Kahn Website
>> www.szenewien.com/Framesets/frames_salam.htm
>> www.konzerthaus.at