Richard Ashcroft

Alone With Everybody

Virgin

Im Unterschied zu Ian McCulloch, an dessen (aktuelle) Echo & The Bunnymen dieses ansonsten überraschend stark Country-beeinflusste Solo-Debüt oft erinnert, ist der Ex-Verve-Boss ja tatsächlich ein ziemlicher Unsympathler. Andererseits kann man dem Mann eine gewisse Kompetenz in seinem Tun & Handeln einfach nicht absprechen. »You On My Mind (In My Sleep)« etwa oder »On The Beach« sind solche edlen Balladen, die Ashcroft in gewissen Fällen, erinnern wir uns nur an »The Drugs Don’t Work«, weltklassenmäßig beherrscht. Andere Stücke allerdings offenbaren die Rostflecken, die unter der Oberflächenpolitur lauern, sprich, was diese Musik bei liebloser Handhabung der Kompositions- und Textarbeit an Müll produziert. Tiefpunkt ist das schier endlose »New York«. Du lieber Himmel, mit einer solchen Hommage braucht man keinen Guiliani mehr!