archive-image-placeholder-v2

Das Watergate ist einer der besten Berliner Clubs und Ellen Allien – the hardest woman working in techno-weiß, was einen guten Mix ausmacht. Sie hat das schon oft bewiesen, fürs Fabric Label, für den Resident Advisor Podcast usw. Total Breaks bei Mixes im Technosektor sind nicht sehr opportun. Ellen Allien wird bei Watergate 05 vorgeworfen völlig inkompatible Tracks aneinander gereiht zu haben. Also so unverzeihliche Fehler wie Transitions in der falschen Tonart, oder beim falschen Takt. OK, wer mich kennt, weiß, dass mir das völlig egal ist und die Zeit reif ist für totale Soundclashes. Und anscheinend hat Ellen Allien nach fünfzehn Jahren Technosause ebenso dieses Gefühl. Während ihre Mixe für Boogybytes und Resident Advisor ziemlich kompakt waren, geht’s hier viel lockerer zu. Produzenten wie Matias Aguayo, Luciano und Royksopp bekommen hier mehr Raum. Hier liegt der Fokus mehr auf der Auswahl als auf dem Mixing selbst. Es gibt nur sechszehn Tracks und das Ende mit »Fine Mouche« in der original Pariser Tango-Version ist schon mal allein ein Hit. Welcher Technoclub featured schon Tango-Balladen? Und Ellen Alliens Status als Chefkuratorin in der Berliner Technoszene kann so was schon gar nichts anhaben. Für den Zuhörer ist es allemal eine tolle Sache.

favicon

Home / Rezensionen

Text
Hans Kulisch

Veröffentlichung
16.05.2010

Schlagwörter

Scroll to Top