Van Hunt

Van Hunt

Capitol/EMI

Dieses Debütalbum ist wirklich erstaunlich. Was kann man sagen, mmh, es gibt kein wirkliches Thema hinter dem Album, sondern nur zwölf gute Songs. Van Hunt ist nicht nur ein guter Sänger, sondern auch ein guter Komponist, Texter, Musiker (Bass, Gitarre, Drums, Keyboards) und Produzent. Mit vielen Gästen gelingt ihm eine schöne Mischung aus Soul, Pop, Funk und R’n’B, z.B. mit der Gitarristin Wendy Melvoin (Prince & The Revolution), dem Drummer Matt Chamberlain (David Bowie, Tori Amos), dem Perkussionisten Lenny Castro (Eric Clapton, The Rolling Stones), dem Keyboarder Patrick Warren (Red Hot Chili Peppers, Macy Gray) und Trompeter Nolan Smith (Marvin Gaye, The Gap Band). In einigen Songs wie »Seconds of Pleasure« spielt er selbst die Gitarre im Jimi-Hendrix- und Sly-and-The-Family- Stone-Stil und singt so, dass man Curtis Mayfield und Marvin Gaye als Vorbilder erkennt. Sehr sonderbar, aber schön geriert der letzte Song des Albums: Der Text von »Out of the Sky« handelt von Drogenproblemen. Für Alicia Keys ist ihr Freund Van einer der wunderbarsten Musiker, den die musikalische Neuzeit zu bieten hat. Ja, Hunt ist ein außerordentlicher Musiker, der sich Zeit seines Lebens von musikalischen Größen wie Duke Ellington, James Brown oder Ray Charles inspieren ließ. So vereint dieses Album die Harmonien und die Traurigkeit des Blues mit einigen Nuancen von Jazz und generationsübergreifender Popmusik.