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Nach den ersten paar Minuten von »Three Vertical Swells« wollte ich schon schimpfen, denn das Soundkontinuum des Rotterdamers Adriaansz klingt beim ersten Hinhören gar zu schlimm nach den mikrotonalen Texturen und entsprechenden Soundsphären, die schon seit Ligeti, Xenakis und Co. bekannt sind. Dass Adriaansz bei seinen Kompositionen für ein neunköpfiges Ensemble mit Live-Electronic und »spatial acoustics« arbeitet, mag handwerklich interessant sein, die hörbare Differenz ist gegenüber vergleichbaren Kompositionen eher bescheiden. Dass in den stehenden Tönen eine Amplitude überdeutlich pulsiert, ist zwar ein nettes Detail (ebenso wie der pointierte Einsatz des Kontrabass), aber mehr als ein weitestgehend meditatives Hörvergnügen ist dieser CD schwerlich abzuringen.

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Text
Curt Cuisine

Veröffentlichung
05.10.2012

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