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Pop aus Ü, die nächste Stufe. Ginga sind Alex Konrad (voc., guit.), Klemens Wihlidal (keyb.), Emanuel Donner (Violine, guit.) und Matthias Loitsch (dr.). Auf ihrem Debüt geben sie so ziemlich alles, was es für guten Pop braucht: Jede Menge Herzschmerz, ein paar scharfe Kanten, Selbstentäu&szligerung und das unstillbare Verlangen nach der gro&szligen weiten Welt. Dabei pendeln Ginga zwischen Stimmungen, die man von etwa von Franz Ferdinand kennt – also post-post-Wave der Manchester-Schule – und soundtrackartigen, weit ausladenden Passagen, die irgendwie an Barry Adamson denken lassen. Vielleicht deshalb, weil das Album von Dan Rejmer gemischt wurde, der auch für Nick Cave an den Reglern sa&szlig. Und mit dem Titeltrack ist denn noch zünftiges Headbangen angesagt. FM4 spielt ihre Hits und ich traue mir zu wetten: Wären Ginga aus England, die dortigen Gazetten hätten sie sehr wahrscheinlich bald am Cover. Ginga hört sich »very British« an, und das mitten aus Wien. Dass sie sich um die daraus resultierenden Klischee-Ausflüge nicht zu schade sind, ehrt sie an sich wieder. »They Should Have Told Us« passt getrost zu jeder täglichen und nächtlichen Gemütsverfassung. Dranbleiben.

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