Ed Rush & Optical

The Creeps

Virus

Überraschend ruhig, fast leichtfüßig und ein klein wenig elegant lassen es die beiden auf Album Nr.2 (nach »Wormhole« ?98) angehen. Verschwunden ist auch das notorische Mikrobiologie/Plasmawand-Artwork des Vorgängers. Stattdessen ein 50ies-Horror-B-Flick- Cover, wo alle Monstren als letztes Überbleibsel das Virus-Logo als Kopf vor sich her tragen.
Jedoch gleich geblieben sind die klare Produktion des gerüchteweise Tinnitus-geschädigten Matt Quinn alias Optical und die »sick beats« von ehemals NoU-Turn Coverboy Ed Rush. Darkness und Pathos raus, die erwähnten »sick beats« und weirde Sampels rein; obwohl spooky bleibt es in einigen der Nummern nach wie vor. Ein druckvolles, lustiges D’n’B-Album. Hätten Sportredakteure mehr Libido im Sack, würden sie »The Creeps« als Soundtrack für Formel-1-Zusammenfassungen nehmen, nicht den üblichen Eurotrance-Müll.