Various Artists

Staubgold

Staubgold

Katalognummer 20 ist nach 19 Alben eine Werkschau, die nicht jede einzelne Veröffentlichung Revue passieren lässt. Neben einem mpeg-Video des Grönland Orchester ist auf drei von 14 Tracks sogar eine kleine Vorschau versteckt. Ekkehard Ehlers bietet einen Vorgeschmack auf Trilogie-Teil 2: Sein »plays John Cassavetes-Edit« gerät wider Erwarten schwulstigst und Schlammpeitzigers »Köln-Olpe« ist ein sehr tanzbarer wie eine Verquickung von NDW, Krautrockelektronik und Dancefloor tönender Remix eines Klangwart-Tracks. Außerdem vermag das ruppige Institut für Feinmotorik zu beeindrucken und schließlich reiten Sack feat. Joseph Suchy mit »Urlauber« einen Sequencer. Zwar schimmern die 80er Jahre durch, aber nicht geistlos kopiert, sondern verquer neu. F.S. Blumm selbst loopt fröhliche »Mohneuler«. Das schöne an dieser Compilation ist, dass selbst Experimentatoren wie Oren Ambarchi & Martin Ng nicht mit Dekonstruktion nerven, sondern sich die Hörbarkeit wie ein roter Faden durchzieht. Vom Auftakt (Alexander Balanescus schwermutsgetränktes »Later, The sky is still clear …«) bis zur als 7-Inch erschienen atmosphärisch-elektronischen »Kiebitzreihe« von Gunter Adler feat. Felix Kubin.