archive-image-placeholder-v2

Also, was auch immer Jakuzi versucht hat, es ist gelungen. Diese aufwändig selbstproduzierte und selbstbetitelte EP packt dich beim Schopf, nimmt dich in den Schwitzkasten, redet dir kurz gut zu, nur um dir dann die Scheiße aus dem Leib zu prügeln. Ja, es muss wehtun. Vergleiche helfen da nicht viel – an Einflüssen kann man vielleicht, ja, Hardcore erwähnen, müsste dann aber noch vieles andere nennen. Angenehm klischeefreie Riffs, ein tight sägender Bass und frenetisches Schlagzeugspiel, worüber gesanglich Gift und Galle gespien wird. Das Ganze spielt sich auf einem bemerkenswerten Komplexitätsgrad ab: Überraschende Kehrtwendungen, manchmal geht’s auch kurz ruhiger dahin, bei einem der fünf Tracks darf ein gnadenloser Breakcore-Drumloop losbrettern, kurzum, hier regiert die schiere postmoderne Psychose. Schlimm. Super. Soundtechnisch auch sehr interessant, mit klaustrophobischen Raumatmosphären, die die Rätselhaftigkeit des Ganzen verstärken. Die EP wird übrigens in Bälde auch in einer limitierten Auflage von grünem Vinyl erschienen. Nachdem sich Jakuzi’s Attempt mittlerweile auch im Ausland mit ihrer heftigen Live-Show eine beachtliche Reputation erspielt haben, kann man nur gespannt sein wie es hier weitergeht.

favicon

Home / Rezensionen

Text
Stephan Sperlich

Veröffentlichung
20.05.2007

Schlagwörter

Scroll to Top