cardio.jpg

Friss die Farben der wirklichen Welt! Schwindsucht-Romantik am Trümmerspielplatz des Daseins. Als ob all die vielgerühmten Indie-Fritzchen, die ihre Spielzeugenten, ausrangierten Matratzen, Kuckucksuhren und sonstigen Geräuschverursacher für einen Kessel quer verschrägten Daddel-Pops missbrauchen, plötzlich den Stadion-Rock entdeckt hätten und das Lederjackerl überwerfen, um kräftig auf den Bühnenboden zu stampfen. Ja, wie U2 als Synth-Freak-Pop durch Animal Collective, Coldplay und CocoRosie hindurch wiedergeboren: So klingt Cardiochaos, fast Solo-Projekt des wunderbaren Wiener Psycho-Bubis Peter Brunner, auch Jungfilmregisseur und Schauspieler, live begleitet von Klangtüftler Philip Waldenberger. Nach einer relativ belanglosen Gitarren-Combo (Figure in Frame) und einigen Geheimtipp-Jahren im Wiener Klanguntergrund wird jetzt mit dieser famosen 6 Track-CD Ernst gemacht. Gemixt von Sigur Ros-Manneken Birgir Jón Birgirsson ist man noch ein wenig zu Blubber-verliebt. Doch dort wo die mollenden Herzausreisser die Gro&szligspur eines Frank Tovey/Fad Gadget erreichen, brüllt schon die Weltklasse Hallo. Morgen bei Mute? Wäre verdient.

favicon

Home / Rezensionen

Text
Paul Poet

Veröffentlichung
21.03.2012

Schlagwörter


Scroll to Top